Auf den Punkt gebracht:

Inflation

So weit wie auf dem nebenstehenden Bild sollte es tunlichst nicht kommen, denn dann ist wohl alles zu spät und eine Währungsreform steht vor der Tür.

 

In der Volkswirtschaftslehre bezeichnet der Begriff Inflation den Anstieg des Preisniveaus aufgrund der Ausweitung der Geldmenge durch Staaten oder die Zentralbanken.

 

Es verändert sich das Tauschverhältnis von Geld zu den Gütern, zu Lasten des Geldes. Die Folge: Man erhält für das gleiche Geld weniger Güter bzw. muss für die gleichen Güter mehr bezahlen. Die Inflation führt also zu einem Verlust der Kaufkraft und ist somit gleichbedeutend mit einer Entwertung des Geldes.

 

Für die letzten 25 Jahre (Stand Ende 2020, Quelle: de.statista.com) betrug die jährliche Inflationsrate in der Bundesrepublik Deutschland durchschnittlich

 

     1,37%.

 

Das bedeutet, dass ...  100 EUR von Ende 1995 (damals waren das 195,58 DM)

Ende 2020 nur noch ... 71,16 EUR (=139,18 DM)

bezogen auf die Kaufkraft wert waren.

 

Das Geld hat in diesen 25 Jahren also mehr als ein Viertel seines Wertes verloren.

 


Auf die Kapitalanlage bezogen lässt sich feststellen: Inflation schmälert die Rendite und muss neben den Steuern noch vom Ertrag abgezogen werden. Bei vielen Zinsanlagen (also Geldwerten, siehe auch unter dem Punkt "Geldwerte & Sachwerte") bleibt danach nicht mehr allzu viel übrig. Langfristsparer, die ausschließlich auf solche geldwerten Anlageformen setzen, kommen deshalb mit dieser Strategie kaum voran.

 

Sachwerte sind gewissermaßen immun gegen die Inflation. Denn gemäß der obigen Definition sind diese nicht dem Geld, sondern den Gütern zuzuordnen und stehen damit auf der "guten", weil werterhaltenden Seite.